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©2001-2012 Ökostadt Rhein-Neckar e.V., Heidelberg

  Wenn die Nacht erwacht - Auf den Spuren der Tiere im nächtlichen Wald

Am 7. Mai 2011 fand sich bei herrlichem Sommerwetter eine Gruppe von 9 Leuten zur Nachtwanderung im Mannheimer Stadtwald zusammen. Unter der Leitung von Birgit Beermann vom Verein Naturspur stellten sich alle Teilnehmer zu Beginn mit ihrem Namen vor.

Vorstellungsrunde <
Zudem sollte jeder Teilnehmer ein nachtaktives Tier nennen. Dachs und Fledermaus wurden ebenso aufgeführt, wie Glühwürmchen, Igel oder der Waschbär.

beim Sammeln
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Dann wurden zunächst fleißig Äste, kleine Baumstämme und Stöcke gesammelt, um ein "Waldsofa" zu bauen.
Naseweissspiel
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Beim anschließenden Naseweißspiel wurden verschiedene Eigenschaften von Tieren genannt. Sobald die Teilnehmer wussten, um welches Tier es sich handelt, legten sie den Finger auf die Nasenspitze. Mit jedem Hinweis wurde dabei die Antwort leichter. Auf die Frage "Welches Tier passt zur Beschreibung?" konnten so am Ende alle Teilnehmer im Chor die richtige Antwort nennen.

Teilnehmer
 
Die Laute liegen dabei oberhalb der menschlichen Hörgrenze und werden somit, vom Menschen nicht gehört. An einer kleinen Waldlichtung kurz vor Sonnenuntergang wartete die Gruppe dann gespannt auf die Fledermäuse. Mit Hilfe eines Fledermausdetektors, wurde die hohe Frequenz der Fledermauslaute für alle hörbar. Nach gespanntem Warten konnten die Kinder ein erstes Signal wahrnehmen. Kurz darauf ließ sich die Silhouette einer Fledermaus am Nachthimmel erkennen.
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Mit der Fledermaus stand ein ganz besonderes nachtaktives Tier im Anschluss im Mittelpunkt. Zunächst erläuterte Birgit Beermann (hier links im Bild) den Kindern und deren Eltern, dass Fledermäuse Säugetiere sind, die mit ihren Krallen an der Decke hängen. Dabei fressen sie etwa 1/3 ihres Körpergewichts am Tag. Zur Orientierung nutzt die Fledermaus ein Echo-Ortungssystem, bei dem sie während des Fluges ununterbrochen Laute von sich gibt. Durch das zurückgeworfene Echo ergibt sich ein gutes "Hörbild", mit dem sie Beutetiere und Hindernisse erkennt.
Spiegelwanderung
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Eine ganz neue Sicht in den abendlichen Himmel ermöglichte die Spiegelwanderung. Hierfür bekamen alle Teilnehmer zunächst einen Spiegel in die Hand. In einer Schlange aufgereiht, hielten sie diesen mit der einen Hand auf den Nasenrücken und berührten mit der anderen Hand die Schulter des Vordermannes.

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So miteinander verbunden führte Birgit Beermann die Gruppe dann einen Waldweg entlang, wobei alle Teilnehmer sich nur an den Baumwipfeln orientieren konnten. So wurden nicht nur die verschiedenen Tierlaute viel eindrucksvoller wahrgenommen. Es konnten dabei auch schwebende Wolken und die Baumkronen beobachtet werden.
blinde Reise
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Bei der sogenannten "blinden Reise" konzentrierten sich alle Sinne auf das Hören.

blinde Reise
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Bei diesem Spiel wurden einem Teilnehmer die Augen verbunden. Eine andere Person führte ihn anschließend einen Weg entlang, ohne dabei zu reden. Alle Personen mit verbundenen Augen sollten sich einzig allein auf das Hören konzentrieren und die verschiedenen Tierlaute zählen. Am Ende wurden 20 bis 30 verschiedene Tierlaute wahrgenommen.
Waldkonzert
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Kurz vor Ende der Veranstaltung organisierten die Teilnehmer ein kleines Waldkonzert mit Stöcken. Bei der darauf folgenden Lichtwanderung liefen die Teilnehmer einen Waldweg entlang, der von Kerzen in Marmeladegläsern erhellt wurde. In einer abschließenden Feedbackrunde ließen die Teilnehmer zum Schluss der Nachtwanderung den Abend gemeinsam Revue passieren und erklärten in wenigen Worten was ihnen besonders gefallen hatte.

 
Text: David Maton / Torsten Kliesch

   
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