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Mobil mit Ökostrom Pedelec Aktionswoche
Ökostadt und ADFC boten mit der Pedelec-Aktionswoche Elektromobilität zum Anfassen. Zwölf unterschiedliche Elektrofahrräder standen von Dienstag, den 4. Mai bis Samstag, den 08 Mai 2010 zum Testen bereit. Der praktische Betrieb einer Elektrotankstelle konnte ebenfalls ausprobiert werden. Dossene1, das erste Leih-Pedelec von Ökostadt, war auch mit dabei. Für alle Fragen rund um Technik und Funktionalität der neuen Räder stand ExtraEnergy der Bundesverband für Elektrofahrräder Rede und Antwort. Damit die Pedelecs ein Zero-Emission-Fahrzeug bleiben, informierten die Stadtwerke Heidelberg zu ihren Ökostromprodukten.
Elektrofahrzeuge sind derzeit in aller Munde! Dass dazu auch die Zweiräder, Pedelecs und E-Bikes gehören, wird oft vergessen, so Frieder Herb, Vorstand von Extra Energy, in seinem Vortrag zum Auftakt der Aktionswoche.
Pedelec steht für Pedal Electric Cycle und ist ein Elektrofahrrad, das beim Treten durch einen Elektromotor dem Radfahrer hilft. Es ist ein echtes Hybridfahrzeug, das die Muskelkraft des Fahrers mit einem Elektromotor unterstützt, jedoch die Muskelkraft nicht gänzlich unnötig macht. So kann der Fahrer die Hilfe des Motors nur dann nutzen, wenn er selbst in die Pedale tritt.
Während die Entwicklung des von Frau Merkel propagierten Elektroautos noch in den Kinderschuhen steckt, ist das Elektrofahrrad längst ein marktfähiges Produkt. Nach dem Motto Alle Anfänge sind schwer wurde die Schweizer Firma Velocity mit ihrem ersten Elektrofahrrad aus dem Jahr 1992 noch belächelt. 2009 waren bereits 120.000 Pedelecs in Deutschland verkauft. Die Verkaufszahlen der letzten 5 Jahre stiegen rasant jährlich um ca. 25.000 mit aufsteigendem Trend.
Wer vor einer Kaufentscheidung steht, ist oftmals ratlos. Schließlich ist das Pedelec nicht ganz billig (ab 1300,00 €). Welches ist das richtige Pedelec für mich? Welcher Pedelec-Typ passt zu mir? Wie lange sind die Akku-Ladezeiten und Reichweiten? Was ist beim Kauf zu beachten? Conny Krieger von ExtraEnergy weiss mit ihrer 20 jährigen Pedelec-Erfahrung auf jede Frage die richtige Antwort.
Sich über einen längeren Zeitraum von den Vorteilen eines elektrisch unterstützten Fahrrades zu überzeugen, ohne sich gleich in größere Unkosten zu stürzen, ist das Ziel von Dossene1, dem ersten Leih-Fahrrad der Region, berichten die Gründer der Initiative Rückenwind in Dossenheim und präsentieren stolz Dossene1 auf der Aktionswoche. Während die 12 Pedelecs zur der Aktionswoche stundenweise gemietet werden können, kann Dossen1 tage- oder wochenweise von Dossenheimer Bürgern ausgeliehen werden.
Um die Infrastruktur aufzuzeigen, die es für Elektrofahrzeuge braucht, hängt Dossene1 an einer Elektrotankstelle, der Ladestation von ART aus Hockenheim. Sie zeigt, wie das Laden eines Elektrofahrrads oder Autos in der Praxis funktioniert. Die kleine Tankstelle der Zukunft steht vor der Geschäftstelle von Ökostadt / ADFC und lädt zum Testen und Fragen ein. Über eine Chipkarte kann aufgetankt und abgerechnet werden, berichtet Herr Eberts, Kundenberater von ART.
Im Saarland als erste Region Deutschlands bietet eVelo Touristen bereits jetzt schon flächendeckend Lade- und Akkuwechselstationen, fügt Michael Fröhlich, Vorstand vom ADFC Kreisverband hinzu. Er zeigt eine Landkarte, in der alle Ladestationen eingetragen sind und meint, dass diese Region zu einem idealen Fahrradurlaub einlädt und den sanften Tourismus stärkt.
Damit das Elektrofahrrad tatsächlich ein Zero Emission Fahrzeug bleibt und noch mehr zum Klimaschutz beiträgt, beraten die Stadtwerke Heidelberg während der Aktionswoche umfassend zu Ihren neuen Ökostrom-Produkten. Während das Produkt Heidelberg Klima Energiesparen belohnt und gleichzeitig Klimaschutzprojekte der Region unterstützt, werden beim Kauf von heidelberg energreen neue Anlagen für erneuerbare Energien mitfinanziert, so Ellen Frings, Leiterin Unternehmenskommunikation der Stadtwerke Heidelberg. Auch der neue Elektroroller der Stadtwerke ist mit dabei und reiht sich in die Reihe der zweirädrigen Elektrofahrzeuge ein. Einen Nachlass von 100 Euro erhalten die Kunden der Stadtwerke beim Kauf eines Elektrorollers und fördern so die Elektromobilität der Region.
Besonders der Aspekt des Klimaschutzes spielt eine wichtige Rolle, wenn es um die Förderung der Pedelecs und Elektroroller geht, so Doris Hermann von Ökostadt. Den Umweltnutzen zeigt ein Vergleich: für 100 km im Nahverkehr benötigt ein Kleinwagen 60 kWh Energie oder 6 Liter Benzin, ein Pedelec lediglich 1 kWh (entspricht 0,1 Liter Benzin). Der Kostenvorteil ist ebenfalls nicht von der Hand zu weisen: kosten 100 Kilometer mit dem Kleinwagen 9 Euro (ohne Fixkosten), sind es beim Pedelec lediglich 20 Cent (Ökostrom). Wo kann man sonst so einfach und bequem seine Ausgaben um 98% senken? Durch die Stärkung dieser zweirädrigen Elektromobile tragen wir zur Minderung des CO2 Ausstoßes, zur Verbesserung der Luftqualität in unserer Region bei und entlasten unseren eigenen Geldbeutel. Wenn es gelingt, Bürger zum Pedelec- oder Rollerfahren anstatt des Autofahrens zu gewinnen, gewinnen alle und besonders die Umwelt.
Pedelecs bieten gerade älteren Menschen und Menschen mit leichten körperlichen Beeinträchtigungen eine tolle Möglichkeit, Rad zu fahren - mit Hilfsmotor - wenn sie sonst nicht mehr Radfahren würden oder könnten. Auch Berufspendler, die in ihrem Bürooutfit gern mit dem Rad ins Geschäft fahren möchten, vor Ort aber keine Gelegenheit haben sich frisch zu machen, werden durch das Pedelecs neue Möglichkeiten erschlossen. Berufspendler und Geschäftsleute brauchen morgens nicht mehr auf die Portion Frischluft und Bewegung zu verzichten, sondern können frisch und voller Elan ihr Tagwerk beginnen. Auch Hanglagenbewohner kommen mit den neuen Pedelecs leicht beschwingt den Berg hinauf. Mütter mit Kindern und Radanhänger freuen sich ebenso über die elektrische Unterstützung eines Pedelecs.
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